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    • Ausbau A 8 Bild 1

      Hochwertige Bodenstabilisierung beim Ausbau der A8: Der Hochleistungsstabilisierer und Recycler WR 2000 verwandelt wenig tragfähige Böden in belastbare Flächen.

    • Ausbau A 8 Bild 2

      Bodenverdichtung mit dem bewährten Walzenzug 3412: Die intelligente Hammtronic optimiert die Maschinenfunktionen und sorgt dadurch für einen ökonomischen Einsatz der Betriebsstoffe.

April 2008

Maschinen der Wirtgen Group am ersten PPP-Pilotprojekt beteiligt: Ausbau der A8 auf Basis eines Betreibermodells

Der dringend notwendige Ausbau der Bundesautobahn A8 zwischen München und Stuttgart beschränkte sich bis Ende 2006 auf diverse Einzelmaßnahmen. Seit Mai 2007 hat sich das rund 37 Kilometer lange Teilstück zwischen Augsburg und München in eine Großbaustelle verwandelt. Erstmals wird hier durch ein deutsch-niederländisch-französisches Konsortium mit dem Kürzel „a+“ eine deutsche Autobahn-Baumaßnahme in öffentlich-privater Zusammenarbeit (Public Private Partnership) realisiert. Es sieht den sechsstreifigen Ausbau der insgesamt 52 Kilometer langen Autobahnstrecke vor, die größtenteils noch dem Vorkriegsstandard entspricht. Umfangreiche Erdbewegungen sind notwendig, um diese wichtige West-Ost-Transitachse den heutigen Erfordernissen anzupassen. Seit der ersten Stunde dabei sind auch Maschinen der Wirtgen Group.

Bis 31.12.2010 muss der Konzessionsnehmer die ersten 37 Kilometer dem Verkehr übergeben. Zugleich ist er die nächsten 30 Jahre für den Betrieb und die Erhaltung verantwortlich. Dafür erhält das Konsortium vom Bund eine Anschubfinanzierung und die Einnahmen der Lkw-Maut in diesem Abschnitt. Für den Bau des 7 Kilometer langen Teilstücks zwischen Adelzhausen und Odelzhausen ist die Lorenz Leitenmaier Straßen- und Tiefbau GmbH als Subunternehmer des Betreiberkonsortiums tätig.

Bodenstabilisierung nach dem neusten Stand der Technik

Auf der künftigen Fahrbahn in Richtung München arbeitet ein neuer Bodenstabilisierer und Recycler vom Typ WR 2000. „In einem ersten Schritt errichten wir die dreispurige Fahrbahn nebst Pannenstreifen“, so Leitenmaier-Straßenbaupolier Johann Rieder. „Vor allem in den Mulden treffen wir auf schlecht verdichtbaren, moorigen Boden. Ohne umfangreiche Bodenverbesserungsmaßnahmen haben wir keine Chance, eine geeignete Tragschicht zu erstellen.“

Eine Aufgabe, für die der Wirtgen WR 2000 ein ganzes Paket entscheidender Leistungsmerkmale und technischer Besonderheiten mitbringt. Dies beginnt bereits mit dem Maschinentransport: Mit einer Breite von 2,55 Metern und einer Länge von 9,05 Metern passt die kompakte Maschine auf jeden geeigneten Dreiachsanhänger. Ein schnelles Versetzen zwischen den Baustellen ist damit ohne Sondergenehmigung möglich. Trotz der kompakten Abmessungen erreicht der WR 2000 mit einer Fräsbreite von 2 Metern, einer Frästiefe von bis zu 500 Millimetern und einer maximalen Vortriebsgeschwindigkeit von bis zu 20 Metern pro Minute eine überzeugende Flächenleistung.

Die Geländegängigkeit, permanenter Allradantrieb, ein kleiner Wenderadius von unter 4,5 Metern sowie drei Lenkungsarten sind ideale Voraussetzungen für unterschiedlichste Geländeformen und wechselnde Anforderungsprofile. Allen Wirtgen Recyclern und Bodenstabilisierern eigen ist die große Bodenfreiheit über die einzeln aufgehängten Räder mit ihren verstellbaren Hubsäulen. Perfekt auf die Baugröße abgestimmt auch der Antriebsmotor: Ein Mercedes-Benz OM 460 LA mit 315 kW Leistung.

Im Fokus: Wirtschaftlichkeit und Servicefreundlichkeit

„Wir bringen hier in der Senke 40 Kilogramm Tragschichtbinder HRB 32,5 E pro Quadratmeter auf und vermischen das Material bis zu einer Tiefe von 40 Zentimetern mit dem anstehenden Boden. Im Anschluss daran verdichten wir mit einem Walzenzug mit Schaffußbandage. Weitere Schichten dann mit der Glattbandage“, erläutert Johann Rieder den Arbeitsablauf.

Der Wirtgen WR 2000 ist für die vorbereitenden Arbeiten mit einem bewährten Fräs- und Mischrotor ausgestattet. Vor allem die Anordnung der Meißelhalter und die Eckringe entsprechen den speziellen Anforderungen bei der Bodenstabilisierung. Das bei Kaltfräsen und Surface Minern über Jahrzehnte erworbene Know-how wird auch bei dieser Anwendung kompromisslos umgesetzt. So sind z.B. für die Aufnahme der verschleißfesten Rundschaftmeißel Wechselhalter des Systems HT11 aufgeschweißt. Sie sorgen für einen schnellen, wirtschaftlichen Austausch der einzelnen Meißelhalter.

Ebenfalls typisch für die Wirtgen Recycler und Stabilisierer: Der mit hoher Effizienz arbeitende mechanische Antrieb über Keilriemen mit automatischer Nachspannung. Der rundum geschützte Mischraum stellt sich variabel auf die gewählte Arbeitstiefe ein. Je mehr Material bei großer Frästiefe zu verarbeiten ist, umso größer das Mischraumvolumen. Entscheidend für den wirtschaftlichen Maschineneinsatz ist neben aller Technik der Mensch. Eine nach neuesten ergonomischen Gesichtspunkten gestaltete Kabine bietet in jeder Lage freie Sicht auf die Baustelle. Sie ist per Knopfdruck sogar über die rechte Maschinenkante hinaus verschiebbar.

Spitzentechnologie bei der Bodenverdichtung: Hamm Walzenzug 3412

Rund 430.000 Kubikmeter Material hat das Unternehmen Leitenmaier innerhalb des Bauloses zu bewegen, teils zu stabilisieren und wieder einzubauen. Neben dem neuen WR 2000 zählt deshalb auch ein Hamm Walzenzug der Baureihe 3000 zur festen Ausstattung. Diese Serie entspricht dem neuesten Stand der Verdichtungstechnik. Sowohl hinsichtlich Leistung als auch Funktion und Bedienungskomfort. Der Walzenzug 3412 bietet dem Fahrer einen perfekten und sicheren Überblick über das gesamte Arbeitsumfeld. Alle wichtigen Informationen der 12 Tonnen-Walze über den Betriebszustand des 100 kW starken Dieselmotors, über die in zwei Stufen wählbare Frequenz und andere Parameter sind im Blickfeld des Fahrers auf einem übersichtlichen Display ablesbar.

Serienmäßige und optionale Ausstattung sorgt für schlanke Prozesse

Die neue Leitenmaier-Walze ist mit der Hammtronic ausgestattet, einer Mikroprozessorsteuerung, die sämtliche relevanten Funktionen überwacht und Vibrationssystem sowie Fahrgeschwindigkeit an die momentanen Einsatzgegebenheiten anpasst. Die automatische Abstimmung des vorderen und des hinteren Antriebs sorgt für eine gleichmäßige Traktion. Die Steigfähigkeit erreicht damit Größenordnungen von bis 70 Prozent. Ein wichtiger Nebeneffekt: Der Treibstoffverbrauch lässt sich über das automatische Motormanagement zwischen 30 und 40 Prozent senken. Zusätzlich verlängert sich die Lebensdauer der Walze.

Hamm rüstet einige der Bauserien auf Wunsch mit einer von Vibration auf Oszillation umschaltbaren Bandage aus. Oszillation ist vor allem dann gefragt, wenn im Umfeld sensibler Bauten, in schwierigem oder auch sandigem Gelände einwandfreie Verdichtungsergebnisse gefordert sind. Zur Dokumentation der geleisteten Verdichtungsarbeit dienen ferner optional lieferbare Systeme wie der HCQ-Indicator oder der HCQ-GPS-Navigator. Letzterer misst nach den Grundlagen der FDVK, der flächendeckenden Verdichtungskontrolle, online die erreichten Werte und dokumentiert sie lückenlos. Zusätzlich ist die Position der Maschine exakt zu bestimmen.

Mit Hilfe der eingesetzten Maschinen aus der Wirtgen Group schreitet der Ausbau der A8 weiter zügig voran und die Bodenstabilisierungsmaßnahmen werden mit den Technologien von Wirtgen und Hamm nach sehr hohen Qualitätsstandards durchgeführt.

Der Verkehr auf der viel befahrenen A8 in den Süden und in die bayerische Hauptstadt dürfte nach Abschluss des sechsspurigen Ausbaus in Zukunft wesentlich flüssiger rollen.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Wirtgen Group
Franz-Sales Mantel, Michaela Adams
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Reinhard-Wirtgen-Straße 2
53578 Windhagen
Deutschland

Tel.: +49 (0) 2645 / 131-128
Fax: +49 (0) 2645 / 131-499
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