Der Straßenbau benötigt einen tragfähigen Untergrund. Wie kann die Bodenbeschaffenheit verbessert werden? Welche Bindemittel kommen dabei zum Einsatz?
Extrem bindige und durchfeuchtete Untergründe lassen sich nicht mit Walzen verdichten. In solchen Fällen muss der anstehende Boden zuerst stabilisiert werden, bevor er tragfähig ist und als Untergrund für den Straßenbau taugt. Die Stabilisierung ist ein Verfahren zur Bodenverbesserung mit dem Ziel, das Wasser im Boden dauerhaft zu binden.
Dies erreicht man durch das Einmischen des Bindemittels Kalk oder Zement. Besonders die Bodenstabilisierung mit Zement ist eine Bauweise, die den Untergrund dauerhaft gegen Verkehrsbelastungen, Wassereinbruch und Frost widerstandsfähig macht. Böden, die stabilisiert werden müssen, sind häufig morastig und nur mit entsprechend leistungsstarken, allradgetriebenen Fahrzeugen zu befahren. Wirtgen Bodenstabilisierer verfügen deshalb über große, grobstollige Räder, weisen eine hohe Traktion auf und besitzen einen leistungsfähigen Fahrantrieb. Ihre Mischrotoren durchmischen in einem Arbeitgang bis zu 50 cm des Bodens mit dem vorgestreuten Bindemittel. Dadurch sinkt der Wassergehalt und der Boden wird krümelig, sodass Walzenzüge die stabilisierte Schicht perfekt verdichten können.
Bindemittelstreuer von Streumaster sorgen für das präzise Aufbringen der gewünschten Streumenge auf den Untergrund.
Stabilisierung des Unterbaus: Der Fräs- und Mischrotor des Wirtgen Bodenstabilisierers durchmischt den Boden mit dem vorgestreutem Zement.
Abschließende Maßnahme der Bodenstabilisierung ist das Verdichten mit Walzenzügen wie der Serie 3000 von Hamm.
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