Straßenbau durch Stein und Fels.

mehr

Bevor der eigentliche Straßenbau beginnen kann, müssen erst die Voraussetzungen dafür geschaffen werden. Bei Straßen in felsigem Gelände kommt dafür schweres Gerät zum Einsatz. Wie entsteht ein exakt profiliertes Planum auf hartem Gestein? Welche Verfahren kommen dabei zum Einsatz?

Von Grund auf hart

Im Straßenbau findet man nicht nur Untergründe, die zu weich oder nicht tragfähig genug sind, sondern auch solche, die extrem hart sind – zu hart, um darauf ohne Weiteres eine Straße im geforderten Profil zu errichten. Klassischerweise betrifft dies Bauvorhaben im Gebirge und in anderen Gebieten mit felsigem Untergrund. Hier muss das Gelände zunächst trassiert werden.

Ohne Explosion und Staub durch das Gestein

Solche Trassierungsarbeiten werden häufig bei Untergründen aus Kalkstein, Schiefer, Granit, aber auch bei anderen Gesteinsarten, durchgeführt. Oftmals wird in solchen Fällen das Gestein gesprengt. Erschütterungen, Lärm und Staubbelastungen sind die unvermeidbaren Begleiterscheinungen.

Das Gebirge schonen

Dort, wo ein Sprengen wegen nahe gelegener Häuser, Industrieanlagen oder Bahngleise gar nicht möglich ist, werden heute häufiger Trassen durch Schneiden des Gesteins mit Surface Minern erstellt. Mit diesem umweltfreundlicheren Verfahren erfolgt der Gesteinsabbau erschütterungsfrei und damit „gebirgsschonend“.

Präzise in Stein gemeißelt

Bei den Trassierungsarbeiten wird eine Schneise in das harte Gestein geschnitten. Schon während des Schneidvorgangs der Schneidwalze mit Hartmetallmeißeln verlädt der Surface Miner das geschnittene Gestein über das schwenkbare Abwurfband auf Lkw oder Dumper.

Verwertung des Materials

Das abgebaute Gestein hat eine gleichmäßige Korngröße und kann ohne Nachbehandlung als Füllmaterial verwendet werden. Es entsteht eine saubere und präzise profilierte Oberfläche, auf die nun problemlos die Straßen eingebaut werden können.

Eine stabile Sohle für den Tunnel

Beim Tunnelbau erfolgen die Trassierungsarbeiten nach dem gleichen Prinzip wie im freien Gelände. Nach dem Sprengen oder Bohren der Tunnelröhre ist die Oberfläche uneben und muss profiliert und abgesenkt werden. Genauso arbeitet man bei der Tunnelsohlenabsenkung. Hier wird die Durchfahrtshöhe des Tunnels vergrößert. Das Gestein wird in mehreren Übergängen abgetragen bis eine saubere und stabile Tunnelsohle entsteht und weitere Baumaßnahmen auf einem exakt profilierten Planum vorgenommen werden können.

gallery

Trassierung mit dem Surface Miner in felsigem Gelände.

Absenkung der Tunnelsohle mit einem Wirtgen Surface Miner.

Weiterführende Links

auf die Webseiten von Wirtgen, Vögele, Hamm und Kleemann:

zurück