Mobile Brecher kommen im Steinbruch, Bergbau, auf Baustellen und im Recycling zum Einsatz. Diese robusten kleinen Fabriken auf Raupenketten bereiten Gestein, aber auch Recyclingbaustoffe in Zuschlagstoffe beziehungsweise Recyclingmaterial für die Bauindustrie auf. Bei der Naturstein-Aufbereitung übergibt ein Bagger stückiges Aufgabematerial, also das aufzubereitende Gestein, in den mobilen Brecher. Bei der Aufbereitung von Recyclingmaterial werden Bauschutt, Beton, Asphalt oder Müllverbrennungs- und Stahlwerksschlacken als Zuschlagstoffe für den Straßenbau und weitere Anwendungen aufbereitet.
Mobile Brecher haben den entscheidenden Vorteil, dass sie flexibel ihren Standort wechseln können. Zum einen sind sie transportierbar, zum anderen können sie innerhalb des jeweiligen Einsatzgebietes im Steinbruch oder auf der Baustelle kleinere Distanzen auf ihren Raupenketten selbst zurücklegen. In den Steinbrüchen folgen sie der jeweiligen Abbruchwand und bereiten das Gestein direkt an Ort und Stelle auf.
Bei einem Standortwechsel über weitere Strecken werden die mobilen Brecher auf Tieflader verladen. Schon nach einer kurzen Rüstzeit zwischen 20 Minuten und einer Stunde sind sie wieder voll einsetzbar. Dank dieser Flexibilität können mit mobilen Brechanlagen auch kleinere Mengen Material wirtschaftlich aufbereitet werden.
Bei den Brechtechniken unterscheidet man zwischen der Druckzerkleinerung und der Prallzerkleinerung. Backen- und Kegelbrecher sind Brecheinheiten, die mit dem Prinzip der Druckzerkleinerung arbeiten. Dabei wird das Material zwischen den Brechwerkzeugen unter großem Druck gebrochen. In einem Prallbrecher wird hingegen die Prallzerkleinerung angewendet. Hier wird das Material durch einen schnell laufenden Rotor beschleunigt und durch den Aufprall an ein feststehendes Prallwerk zerkleinert
Backenbrecher sind für die Aufbereitung von mittelhartem bis hartem Gestein bestens geeignet und werden als Vorbrecher genutzt. Prallbrecher bereiten als Vor- und Nachbrecher weiches bis mittelhartes Gestein auf und erzeugen größere Mengen Feinanteile. Kegelbrecher werden ausschließlich als Nachbrecher für Hartgestein eingesetzt.
Mobile Anlagen machen die Kombination von Prozesssiebung, die das Gestein für den Brechprozess vorbereitet, und die Klassiersiebung, die exakte Korngrößen für die Endprodukte voneinander trennt, in Verbindung mit der Brechereinheit in einer Maschine möglich. Vor dem Brechen erfolgt die Vorsiebung mit einem aktiven Vorsieb. Danach gelangt das Material in den Backenbrecher und wird über ein Austragband auf Halde ausgetragen oder zur zweiten Aufbereitungsstufe weiterbefördert. Je nach gewünschtem Endprodukt wird dann über Siebeinheiten eine Klassierung der Körner vorgenommen und gegebenenfalls weiteren Brechstufen durch Sekundär- oder Tertiärprallbrecher oder Kegelbrecher zugeführt. Durch wiederum nachfolgende Siebeinheiten erfolgt dann die Klassierung der Endkörnungen.
Bei dem hier beschriebenen Verfahren aus Prozesssiebung, Brechen und Klassiersiebung handelt es sich um den häufig angewandten Prozess der mobilen Materialaufbereitung, der sich in vielfältiger Weise variieren lässt. In modernen Steinbrüchen kommen heute mehr und mehr mobile Anlagen mit bis zu drei Brechstufen zum Einsatz. Verschiedene mobile Brech- und Siebanlagen können dabei kombiniert werden, um komplexe Brech- und Siebaufgaben zu bewältigen, die früher nur mit stationären Aufbereitungsanlagen denkbar waren.
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