Brechen in großer Dimension.

mehr

Stationäre Aufbereitungsanlagen werden für einen langjährigen Gebrauch an einem festen Standort konzipiert. Mit welchen Brech- und Siebanlagen bereiten sie Gestein und Recyclingmaterial auf? Welche Vorteile bieten sie?

Stationäre Aufbereitungsanlagen werden hauptsächlich in größeren Gesteinsvorkommen betrieben. Solche Anlagen sind meist für 20 Jahre und mehr ausgelegt. Neben dem Einsatz in großen Steinbrüchen oder im Bergbau finden sich Anwendungsgebiete in der Aufbereitung von Recyclingmaterial wie Bauschutt, Beton, Asphalt oder Müllverbrennungs- und Stahlwerksschlacken.

Maßgeschneiderte Konzeption

Bei der Planung einer stationären Aufbereitungsanlage stellen sich zunächst zwei Fragen: Wo wird die Anlage stehen und welches Material soll aufbereitet werden? Um den individuellen Anforderungen an die stationäre Aufbereitungsanlage gerecht zu werden, wird dann die Gesamtanlage nach den örtlichen Gegebenheiten konzipiert und aufgebaut. Gemeinsam haben alle Anlagen, dass mehrere Brech- und Siebeinheiten im Verbund arbeiten.

Unterschiedliche Brechtechniken

Bei den Brechtechniken unterscheidet man zwischen der Druckzerkleinerung und der Prallzerkleinerung. Backen- und Kegelbrecher sind Brecheinheiten, die mit dem Prinzip der Druckzerkleinerung arbeiten. Dabei wird das Material zwischen den Brechwerkzeugen unter großem Druck gebrochen. In einem Prallbrecher wird hingegen die Prallzerkleinerung angewendet. Hier wird das Material durch einen schnell laufenden Rotor beschleunigt und durch den Aufprall an ein feststehendes Prallwerk zerkleinert.

Ausgefeilte Siebtechnik

Bei der Materialaufbereitung wird die Qualität des Endprodukts unter anderem von der Anzahl der Brechstufen und von einer ausreichend dimensionierten Siebtechnik entschieden. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen der Prozesssiebung, die für die Aufteilung der Materialströme vor dem Brechen bedeutsam ist, und der Klassiersiebung, bei der die Trennung der Endkörnungen erfolgt.

Prozesssiebung teilt auf

Die Prozesssiebung wird zur Aufteilung der Materialströme angewendet. Außerdem werden in diesem Aufbereitungsschritt Verunreinigungen ausgeschieden. Die Trennung erfolgt über den Siebboden, der im Allgemeinen aus einem Spaltrost oder einem Lochblech besteht.

Klassiersiebung für die Feinarbeit

Bei der Klassiersiebung wird die Qualität der Absiebung, also die Qualität des Endprodukts, festgelegt. Klassiersiebmaschinen haben einen Siebboden, der zum Beispiel aus einem Drahtgitter besteht und sorgen für die scharfe Trennung im Mittel- und Feinkornbereich. Die klassierten Endkörnungen werden schließlich über Transportbänder ausgetragen und aufgehaldet.

Vorteile dauerhaft ausspielen

In stationären Aufbereitungsanlagen können sehr hohe Volumen gebrochen und komplexe Prozesse bewältigt werden. Hier werden qualitativ hochwertige Endprodukte erzeugt, die in Korngröße und Kubizität den einzuhaltenden Normen, die je nach Wirtschaftsraum unterschiedlich sein können, entsprechen. Die Vorteile bei den stationären Anlagen zeigen sich besonders in der Flexibilität der Produktion. Das gebrochene Gestein kann in mehreren Silos gelagert werden. So kann die Produktion unterschiedlichster Gesteinsmischungen gleich im Werk erfolgen, je nach Anforderung des Endabnehmers oder Kunden. Ein weiterer Vorteil stationärer Anlagen: Ändern sich die Anforderungen auf dem Absatzmarkt, kann die Produktion dementsprechend angepasst werden.

Entlastung der Umwelt

Ein wichtiger Aspekt der Materialaufbereitung ist es auch, die Staubemissionen zu verhindern. Bei stationären Aufbereitungsanlagen gibt es dafür zwei Optionen: Entweder wird auf Wasserberieselung gesetzt, die den Staub bindet, oder man installiert spezielle Entstaubungsanlagen. Zum Schutz der Umwelt vor Staub und Lärm kann die gesamte Anlage auch eingehaust werden.

gallery

Stationäre Aufbereitungsanlage Stevin Rock, VAE

Zwei Kleemann SNH 16 Prallbrecher in einer stationären Aufbereitungsanlage

Sieb- und Verladeanlage Stevin Rock, VAE

Endproduktsilos 0-5 mm, 5-10 mm, 10-20 mm, Stevin Rock, VAE

Weiterführende Links

auf die Webseiten von Wirtgen, Vögele, Hamm und Kleemann:

zurück