Den Lebenszyklus maroder Straßen verlängern.

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Eine schnelle und kostengünstige Alternative zum kompletten Deckenaustausch sind „Dünne Schichten im Kalteinbau“. In welchen Fällen bietet sich das DSK-Verfahren an? Wie entsteht ein optimaler Schichtenverbund?

Wenn die Oberfläche einer Straße rutschig wird, Spurrinnen sich in den Belag gegraben haben oder Wulste und Verdrückungen die Fahrbahn überziehen, ist die Verkehrssicherheit akut gefährdet. Um eine griffige und ebene Straßenoberfläche wiederherzustellen, werden immer häufiger dünne Schichten im Kalteinbau, kurz DSK, aufgetragen. Im Ausland besser als Microsurfacing bekannt, verlängert das DSK-Verfahren die Nutzungsdauer einer beschädigten Asphaltdecke, ohne dass ein Deckenaustausch vorgenommen werden muss.

Feinfräsen ebnen den Weg

Zunächst bereiten Kaltfräsen mit Feinfräswalzen die Straßenoberfläche für das Aufbringen des DSK-Belags vor. Die Feinfräsarbeiten beseitigen Oberflächenverformungen der Fahrbahn. Sie arbeiten mit maximal 50 mm Frästiefe und profilieren die Fahrbahn mit Hilfe moderner Nivelliertechnik neu, sodass eine ebene Fläche entsteht.

Optimale Verzahnung

Das entstandene Feinfräsprofil der angerauten Fahrbahn bietet die optimale Grundlage, mit der sich der DSK-Belag gut verbinden lässt. Die „Täler“ des Feinfräsprofils verzahnen sich dabei fest mit den Lagen des DSK-Belags, es entsteht ein einwandfreier Schichtverbund.

Mischgut für den neuen Belag

Nachdem die Feinfräsen ihre Vorarbeit beendet haben, wird direkt vor Ort mit Hilfe selbst fahrender Misch- und Verlegemaschinen das Mischgut für den DSK-Belag hergestellt. Es besteht aus einem Mineralstoffgemisch abgestufter Körnung mit Korngrößen von 3 bis 8 mm, polymermodifizierter, kationischer Bitumenemulsion sowie Zement und Wasser.

Zwei Lagen für eine neue Fahrbahnoberfläche

Das DSK-Mischgut wird in zwei Lagen auf dem gesamten Fahrbahnstreifen verteilt. Die erste Lage bildet das Profil, die zweite die Deckschicht.

Wirtschaftliche Alternative zur Komplettsanierung

Die angespannte Kassenlage der öffentlichen Haushalte lässt aufwendige und kostenintensive Komplettsanierungen immer seltener zu. Um den Erhalt des Straßennetzes sicherzustellen, sind alternative Verfahren wie DSK deshalb gefragter denn je. Dünne Schichten im Kalteinbau sind eine kostengünstige, aber auch schnelle Lösung.

Einbau als Wanderbaustelle

Der Dünnschichtbelag kann in Form einer Wanderbaustelle eingebaut werden, die Straße ist schon nach kurzer Zeit wieder befahrbar. Allein in Deutschland werden pro Jahr mehr als 5 Millionen Quadratmeter DSK bei der Straßeninstandsetzung eingebaut.

Weiterführende Links

auf die Webseiten von Wirtgen, Vögele, Hamm und Kleemann:

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