Bei der Straßen-Instandsetzung bietet sich als Alternative zu einer kosten- und zeitintensiven Komplettsanierung das Feinfräsen an. Für welche Schadensbilder ist das Verfahren geeignet? Welche Besonderheiten weisen Feinfräswalzen auf?
In vielen Ländern wird weniger Geld in die Erhaltung des Straßennetzes investiert, obwohl die Verkehrsbelastung zunimmt. Deshalb steigt der Bedarf an kostengünstigen und schnellen Lösungen, mit denen gefährliche Streckenabschnitte entschärft werden können. Das Feinfräsen ist solch ein Verfahren, das vor allem angewendet wird, wenn Wellen und Spurrinnen oder rutschige Oberflächen die Verkehrssicherheit akut gefährden.
Das Verfahren ist eine Modifikation des Standard-Kaltfräsens, nur ist der Abstand der Meißel auf der Fräswalze geringer. Beträgt dieser sogenannte Schnittlinienabstand 8 mm oder weniger, spricht man vom Feinfräsen. Solche speziellen Fräswalzen haben damit ein Vielfaches an Meißeln im Vergleich zu Standard-Fräswalzen.
Das Ziel ist die Erstellung einer neuen, definierten Oberflächenstruktur. Feinfräswalzen können zwar keine Schäden beheben, die tief im Straßenaufbau ausgelöst werden, aber eine griffige und ebene Oberfläche schaffen.
Nachdem man eine Feinfräswalze im Fräswalzengehäuse montiert hat, fräst die Kaltfräse in geringer Tiefe von maximal 50 mm Rillen mit einem Abstand zwischen 8 und 3 mm in den Belag. Es entsteht eine feine Oberflächenstruktur in nur einem Arbeitsgang – weitere Bauschritte wie der Einbau einer neuen Deckschicht können in den allermeisten Fällen entfallen.
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