Abtransport der alten Straße zur Kaltrecycling-Mischanlage.

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Beim Kaltrecycling stehen Bauunternehmen vor der Wahl zwischen der Fräsgutaufbereitung an Ort und Stelle, also „in situ“, oder der Aufbereitung in einer Kaltmischanlage, also „in plant“. Entscheidend sind dabei nicht nur die Schadensbilder der zu sanierenden Straße. Welche Vorteile bietet dieses „in plant“ Verfahren? Wie funktioniert es? Bei welchen Schadensbildern kommt das Kaltrecycling „in plant“ zum Einsatz?

Wird der ausgefräste Asphalt einer sanierungsbedürftigen Straße an einem nahe gelegenen Ort aufbereitet, also recycelt, zurück zur Baustelle transportiert und wieder eingebaut, spricht man von Kaltrecycling „in plant“. Das Verfahren kommt häufig zur Anwendung bei Straßen, die großen Belastungen durch Schwerlastverkehr unterliegen und deshalb auch Schäden im Unterbau aufweisen, wo aber beispielsweise die Baustellensituation den Einsatz eines „in situ“ Kaltrecycling-Zuges nicht zulässt.

Kaltrecycling-Mischanlage recycelt zu 100%

Beim Kaltrecycling „in plant“ baut man zumeist in Baustellennähe eine mobile Kaltrecycling-Mischanlage auf. Per Lkw gelangt der Ausbauasphalt von der Baustelle direkt dort hin. Diese Anlage leistet im Wesentlichen dasselbe wie der Kaltrecycler bei der „in situ“ Bauweise: Der alte Asphalt wird unter Zugabe eines oder mehrerer Bindemittel zu 100% recycelt. Anschließend transportieren Lkw das kalt recycelte Mischgut zurück zur Baustelle.

Einbau mit dem Straßenfertiger

Straßenfertiger nehmen das Material auf und ersetzen damit auf der Baustelle die abgetragenen Straßenschichten wieder in zwei Schichten: Auf die recycelte Tragschicht kommt eine neue Deckschicht, die den Anforderungen an die Oberfläche der sanierten Straße entspricht. Die kalt recycelte Tragschicht kann hervorragend von schweren Vibrationswalzen verdichtet werden, die Endverdichtung der Deckschicht unterscheidet sich gegenüber anderen Verfahren nicht. Meist kommen hier Oszillationswalzen zum Einsatz.

Recyclingmischgut „auf Halde“

Bereitet die mobile Kaltrecycling-Mischanlage das Kaltmischgut mit Schaumbitumen auf, muss man es nicht sofort wieder einbauen. Es kann dann über längere Zeit „auf Halde“ gelagert werden. Somit muss das Mischgut nicht von derselben Baustelle stammen, auf der es später verarbeitet wird.

Gesteinsfraktionen neu mischen

Die „in plant“-Bauweise setzt man vor allem bei kleineren Baulosen ein, wenn Aufbau und Versorgung eines kompletten Recycling-Zuges weniger wirtschaftlich wäre. Es gibt aber auch einen weiteren Grund, der für den Abtransport des Fräsguts spricht: Wenn die Baustelle schwer zugänglich ist und deshalb den Anforderungen an die Logistik nicht entspricht, ist es einfacher, das abgefräste Material separat in einer Mischanlage aufzubereiten.

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Eine Wirtgen Kaltfräse baut das Asphaltpaket aus.

Nach der Aufbereitung in der Wirtgen Kaltrecycling-Mischanlage KMA 200 erfolgt der Einbau durch Vögele Fertiger.

Die Verdichtung der Kaltrecycling-Schicht übernehmen Hamm Walzen.

Weiterführende Links

auf die Webseiten von Wirtgen, Vögele, Hamm und Kleemann:

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