Der 658 km lange Jingshen Expressway verbindet Peking mit der Großstadt Shenyang im Norden Chinas. Aufgrund des hohen Aufkommens an Schwerlastverkehr musste ein Teilabschnitt saniert werden. Dabei sollte die Baumaßnahme vorgenommen werden, ohne die Strecke für den Verkehr zu sperren.
Da bei diesem Projekt wegen des hohen Verkehrsaufkommens auf dem Expressway vor allem Leistungsfähigkeit und Schnelligkeit zählten, setzte man das Verfahren Kaltrecycling „in situ“ und „in plant“ in Kombination ein.
Nachdem eine Wirtgen Großfräse W 2000 die obersten 18 cm abgetragen hatte, recycelte der Wirtgen Kaltrecycler WR 4200 die darunterliegenden Schichten des Fahrbahnaufbaus in einer Tiefe von 18 cm, mischte das Fräsgut mit 3% Schaumbitumen und 2% Zement und baute die neue Tragschicht ein – und das alles in einem Übergang. Die Zementzugabe erfolgte über eine Suspensionsmischanlage WM 1000.
Die Mischleistung des WR 4200 lag bei 400 t in der Stunde. Dahinter verdichtete ein 25 t schwerer Hamm Walzenzug 3625 HT und eine schwere Hamm Tandemwalze HD O 120 V die frisch recycelte Tragschicht. Während der Wirtgen Hochleistungsrecycler eine komplette Fahrbahn in einem Übergang recycelte, konnte der Verkehr auf dem Jingshen Expressway ohne Unterbrechung weiter fließen.
Im nächsten Schritt wurde eine 20 cm dicke Schicht Kaltmischgut eingebaut. Dieses Mischgut wurde aus dem Fräsgranulat der alten Deckschicht unter Zugabe von 2,3% Schaumbitumen und 1,5% Zement in einer Kaltrecycling-Mischanlage KMA 200 unweit der Baustelle produziert. In der letzten Phase des Bauprojekts wurde auf die recycelte Schicht eine 4 cm dicke Asphaltschicht mit polymermodifiziertem Bitumen eingebaut.
Die Baustelle: Jingshen Expressway, China
„In situ“-Recyclingschicht: 18 cm
„In plant“-Recyclingschicht: 20 cm
Deckschicht: 4 cm
Bindemittel: Schaumbitumen und Zement
Mischleistung „in situ“: 400 t/h
Mischleistung „in plant“: 200 t/h
Maschineneinsatz
Wirtgen mobile Suspensionsmischanlage WM 1000