KNOW-HOW

Jede Straße hat ein anderes Ziel.

Asphalt und Bitumen

Asphalt ist ein Gemisch aus Mineralstoffen und Bitumen. Der Anteil des Bitumens liegt bei 3-4 Massen-%. Was aber ist Bitumen? Ein „bei der Aufbereitung ausgewählter Rohöle gewonnenes, schwerflüssiges Gemisch verschiedener organischer Substanzen, dessen elastoviskosisches Verhalten sich mit der Temperatur ändert“ (Auszug aus der DIN-Norm für Bitumen).

Plaste oder Elaste?

Das Asphaltmischgut wird in Mischanlagen hergestellt. Je nach Anforderung an das Straßenbauwerk lassen sich die Eigenschaften gezielt steuern. Zwei Beispiele:

  • Bei schwach belasteten Straßen, zum Beispiel in Wohngebieten, für Fuß- und Radwege oder Parkplätze verwendet man Natursand, einen relativ kleinen Anteil an Splitt, kleinere Korngrößen des Mineralgemischs, einen geringen Füllergehalt sowie weiches Bindemittel. Das Mischgut ist dadurch eher weich und „schiebeempfindlich“, aber sehr verdichtungswillig.
  • Bei hoch belasteten Straßen wie Autobahnen und Flughäfen verwendet man Brechsand, viel Splitt, Mineralstoffe mit großen Korngrößen, einen hohen Füllergehalt sowie hartes Bindemittel. Dadurch ist das Mischgut stabil und sperrig, aber relativ verdichtungsunwillig.

Welches Material für welchen Zweck?

Die Wahl des Mischguts für die Deckschicht hängt von der Verkehrsbelastung und Umweltaspekten, von Überlegungen der Verkehrssicherheit und gestalterischen Vorgaben ab. Die meisten Deckschichten bestehen aus Asphaltbeton oder Splittmastixasphalt. Moderne Baustoffe sind z. B. Dränasphalt und Niedrigtemperaturasphalt.

Asphaltbeton:

Dieses hohlraumarme Gemisch aus Edelsplitt, Edelbrechsand, Natursand, Füller und Straßenbaubitumen als Bindemittel zählt zu den Walzasphalten. Asphaltbeton wird für Verkehrsflächen mit normaler bis mittlerer Beanspruchung eingesetzt – beispielsweise für Stadt- und Landstraßen.

Splittmastixasphalt:

Dieses Spezialmaterial für hoch belastete Flächen besteht aus Edelsplitt mit besonders hohem Größtkornanteil, einem relativ geringen Brechsandanteil, Gesteinsmehl, Straßenbaubitumen und stabilisierenden Zusätzen. Er zeichnet sich durch hohe Standfestigkeit aus, auch bei großen Verkehrsbeanspruchungen wie häufigen Brems- und Beschleunigungsvorgängen. Außerdem ist er selbst bei hohen Temperaturen und starker Sonneneinstrahlung widerstandsfähig.

Dränasphalt:

Dieses Material ist offenporig, das heißt, es ist so zusammengesetzt, dass die verdichtete Schicht einen hohen Hohlraumgehalt aufweist. Die vielen Hohlräume im Belag wirken lärmmindernd und schützen vor Aquaplaning, weil Wasser sofort durch den Straßenbaukörper abgeleitet wird.

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