Viele Schritte ebnen den Weg.

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Der Asphalt-Einbau ist eine logistische Meisterleistung. Stets muss darauf geachtet werden, dass genügend Mischgut zur Stelle ist und das Material nicht abkühlt. Welche Maschinen kommen beim Asphalt-Einbau zum Einsatz? Wie läuft das Verfahren ab?

Beim Asphalt-Einbau hat sich seit Jahrzehnten ein Maschinen-Team unersetzlich gemacht: Straßenfertiger und Straßenwalze. Vereinfacht gesagt, baut der Straßenfertiger ein, die Walze verdichtet.

Längsförderung des Fertigers

Erster im Einbauteam ist der Lkw-Fahrer. Er fährt mit dem Lkw rückwärts an den Fertiger heran und kippt das Material in dessen Bunker. Zwei unabhängig voneinander arbeitende, leicht ansteigende Kratzerbänder transportieren das Material durch die Maschine hindurch nach hinten. Durch den leichten Anstieg ergibt sich eine größere Abwurfhöhe. So werden auch größere Einbaustärken ermöglicht, ohne dass das Mischgut in den Schneckenraum gedrückt wird.

Umkehr der Bewegungsrichtung

Die Bandgeschwindigkeit wird proportional zum Füllstand am Ende des Kratzerbandes geregelt. Um zu verhindern, dass während des Umsetzens der Maschine Mischgut verloren geht, lässt sich das Material durch kurzzeitiges Reversieren des Bandes wieder zurückziehen.

Querförderung des Fertigers

Das Material wird von den beiden unabhängig voneinander steuerbaren, rotierenden Schnecken zwischen Fertiger und Einbaubohle gleichmäßig vor der Bohle verteilt. Die Förderbreite wird dabei durch eine Verlängerung der Förderschnecken optimal an die Einbaubreite angepasst.

Sensorsteuerung der Schnecke

Die Rotationsgeschwindigkeit der Schnecke wird proportional zur Materialvorlage durch Sensoren geregelt. So kann der Mischgutbedarf in Kurven oder bei unterschiedlichen Einbaustärken optimal angepasst werden. Im Fall des Falles lässt sich die Schnecke reversieren und damit das Mischgut von außen nach innen transportieren.

Mischgutanlieferung und Baustellenlogistik

Um den Einbau im richtigen Zeitfenster sicherzustellen, sollte das heiße Mischgut abgedeckt auf Beschickungs-Lkw angeliefert werden. Um ohne Unterbrechung einbauen zu können, muss die Mischleistung des Asphalt-Mischwerks immer höher sein als die Einbauleistung des Fertigers.

Kontinuierlicher Materialnachschub

Kommt der Fertiger wegen Materialmangels zum Stillstand, drohen durch das Abkühlen der bereits gefertigten Schicht störende Quernähte zu entstehen. Die Einbautemperatur sollte bei Standard-Mischgut stets über 110 °C liegen, um für die Verdichtung ein möglichst großes Zeitfenster offen zu halten.

Vorheizen der Einbaueinheiten

Vor dem Start müssen alle Einbaueinheiten vorgeheizt werden, damit das Mischgut nicht an ihnen haften bleibt. Und zu guter Letzt muss die Einbaubreite der Bohle justiert werden.

Vorverdichtung mit der Bohle

Bei modernen Straßenfertigern lassen sich insbesondere die Verdichtungsaggregate der Einbaubohle gezielt ansteuern. Vor allem Hochverdichtungsbohlen leisten bereits einen großen Beitrag zur Verdichtung.

Optimale Endverdichtung

Durch die Verdichtung der Hochverdichtungsbohlen erreichen die Walzen im Gefolge des Straßenfertigers in weniger Übergängen die vom Auftraggeber geforderte Endverdichtung. Zumeist erfolgt die Abstimmung entweder im Hinblick auf hohe Verdichtung oder auf schnellen Vorschub der Maschine, was Auswirkungen auf die Anzahl der benötigten Walzen hat.

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Moderne Straßenfertiger leisten Extremes: Ein Super 2500 von Vögele kann in einer Breite von bis zu 16 m Asphalt einbauen und eine Einbauleistung von 1.500 Tonnen pro Stunde erreichen.

Weiterführende Links

auf die Webseiten von Wirtgen, Vögele, Hamm und Kleemann:

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