Die A1 in Österreich ist die wichtigste Verbindung zwischen der Mozartstadt Salzburg und der Bundeshauptstadt Wien. Das hohe Verkehrsaufkommen auf der Westautobahn machte einen dreispurigen Ausbau unumgänglich. Das Teilstück zwischen der Anschlussstelle Sattledt und dem Knoten Haid bei Linz wurde sogar auf sechs Spuren in jede Fahrtrichtung erweitert. Auf einer Länge von 19,7 km erfolgte der Ausbau dieses Teilstücks der A1 in Betonbauweise.
Aus der früheren Betondecke wurde Recyclinggranulat erzeugt. Nachdem das Material mit einem lasergesteuerten Grader niveaugerecht eingebaut wurde, verdichteten VIO-Walzenzüge der Serie 3000 von Hamm den Baustoff. Sie können dank der VIO-Technik mit Oszillation oder Vibration verdichten. Auf der A1 nutzten sie die Vorteile der Oszillation, denn bei dieser Art der dynamischen Verdichtung erzielt man sehr schnell einen hohen Verdichtungsgrad und benötigt daher weniger Überfahrten.
Dort, wo die anstehenden Baustoffe keine ausreichende Tragfähigkeit aufwiesen, entschieden sich die Auftragnehmer für eine bewährte Systemlösung von Wirtgen: die Bodenverbesserung mit dem Stabilisierer und Kaltrecycler WR 2500. In Abschnitten von jeweils 2,80 m Länge und knapp 2,50 m Breite nahm der WR 2500 den Baustoff exakt mit einer Arbeitstiefe von 20 cm auf. Im selben Übergang wurde das Material mit dem vorgestreuten Zement unter genau dosierter Wasserzugabe gemischt. Das Wasser gelangte aus einem Wasserwagen in den Mischraum des Bodenstabilisierers.
Mit einer Vortriebsgeschwindigkeit von 15 bis 20 m/min blieb der WR 2500 dabei eher im unteren Bereich seiner Leistungsfähigkeit. Ein leistungsstarker Dieselmotor sorgte für die nötige Power der rund 32 t schweren Maschine. Trotz dieser Gewichtsklasse überrascht der Recycler beim Umsetzen und Wenden durch seine hohe Agilität. Verantwortlich dafür ist seine leichtgängige, hydraulische Allradlenkung.
Die Baustelle: Autobahn A1, Österreich