Betondecken sind besonders robust gegen Druckbelastungen. So robust, dass sie selbst die Punktlast schwerer Stahlcontainer dauerhaft aushalten können. In Zeiten steigenden Schwerlastverkehrs verhilft insbesondere diese Eigenschaft dem Material im Straßenbau zum Aufschwung. Neben hoch belasteten Industrieflächen und Wirtschaftswegen spielt Beton vor allem im Fernstraßenbau und beim Bau von Start- und Landebahnen eine bedeutsame Rolle.
Das Grundrezept für Beton ist ebenso bewährt wie einfach: Die Zuschlagstoffe wie Sand, Kies oder Splitt vermischt man mit Wasser und dem Bindemittel Zement. Der Zement selbst besteht aus Kalkstein und Ton. Zusammen mit dem Wasser bildet er den Zementleim, der den Baustoff zu einem künstlichen Gestein erstarren lässt. Je nach Zusammensetzung reichen die Eigenschaften von schwer bis leicht, von druckfest bis Wärme dämmend. Zudem ist Beton sehr gut zu recyceln.
Es gibt Betone in verschiedenen Festigkeitsklassen. Für den Straßenbau kommen aber nur die besonders belastbaren Festigkeitsklassen B 35 bis B 55 in Betracht. Die Bezeichnung B 55 gibt dabei an, dass jeder einzelne Quadratmillimeter einen Druck von 55 Newton verkraftet. Unter Zugbelastungen hingegen neigt Beton zur Rissbildung. Deshalb wird Beton häufig mit Stahl, der sehr hohe Zugkräfte aufnehmen kann, bewehrt. Im Straßenbau wird der Stahl in Form von Dübeln und Ankern während des Einbaus eingebracht. Alternativ werden ebene Stahlmatten oder vorgeformte Bewehrungsprofile ausgelegt, über die dann der Beton eingebaut wird.