Beton ist ein besonders langlebiges Material, das vor allem für Fernstraßen, die hohen Belastungen durch Schwerlastverkehr standhalten müssen, bestens geeignet ist. Wie läuft der Einbau von Betonfahrbahnen ab? Welche Maschinen kommen zum Einsatz?
Mit dem Standardverfahren der Gleitschalungsfertiger werden in erster Linie großflächige Aufgaben erledigt. Insbesondere Fahrbahnen, Start- und Landebahnen oder andere, große und hoch belastete Flächen wie Taxiways auf Flughäfen baut man zumeist im Inset-Verfahren. Charakteristisch ist folgender Ablauf: Lkw laden den Beton vor der Maschine ab. Der Gleitschalungsfertiger leistet dann die folgenden Arbeitsschritte: Mit einer Verteilerschnecke oder einem Verteilerschwert verteilt er den Beton auf die gesamte Einbaubreite und formt mit der Gleitschalung das Betonprofil für die Fahrbahn. Innerhalb der Schalung schwingen Rüttelflaschen hochfrequent und treiben dadurch die Luft aus dem Beton, der auf diese Weise verdichtet wird.
Die Maschine bleibt dabei stets in Bewegung: Die Einbaugeschwindigkeit bewegt sich in der Größenordnung von 1 bis 2 Metern pro Minute. Gleichzeitig kann der Gleitschalungsfertiger Dübel oder Anker in den Frischbeton einrütteln. Diese Dübel und Anker dienen als Bewehrung. Oberhalb dieser äquidistant eingebrachten Bewehrungselemente werden später Fugen in den Betonkörper geschnitten. So stellt man sicher, dass Risse, die durch Belastungen und Temperaturschwankungen unweigerlich entstehen, kontrolliert in den Betonkörper eingeleitet werden.
Am Heck der Gleitschalungsfertiger ebnen Quer- und ein Längsglätter die Fahrbahn. Für eine griffige Oberflächenstruktur setzt man vielfach ein nachgeschlepptes Jutetuch ein. Dadurch entsteht eine Textur mit definierter Rauheit. Das gleichmäßige Aushärten des Betons erreicht man durch den Auftrag einer Dispersion auf den frischen Beton, zumeist wird hierfür ein Nachbehandlungsgerät verwendet.
Die Tradition der Betonstraße reicht ins 19. Jahrhundert zurück. Heute bauen kolossale Straßenbaufabriken, sogenannte Gleitschalungsfertiger, das hoch tragfähige Material wirtschaftlich und höchst präzise ein.
Bei extremen Belastungen werden Bewehrungsmatten auf die Tragschicht vorgelegt. In diesen Fällen muss die Beschickung von der Seite erfolgen.
Der automatische Dübelsetzer bringt die Dübel an der erforderlichen Position in der exakten Tiefe und in den vorgegebenen Abständen voneinander ein.
Der Längsglätter – auch Super Smoother genannt – bewegt sich in einer kombinierten Längs- und Querbewegung. Er ebnet damit die letzten Unregelmäßigkeiten an der Oberfläche ein.
Das Aufsprühen eines Curing Compounds, ein flüssiges Nachbehandlungsmittel für Beton, verhindert das zu schnelle und ungleichmäßige Austrocknen der Decke.
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